Ich habe schon unzählige Audits für Kunden durchgeführt, die dachten, ihre Website sei in Ordnung, nur um dann festzustellen, dass unter der Oberfläche eine ganze Reihe von Problemen lauert. Diese Probleme sind nicht nur technischer Natur - sie zeigen echt Geschäftsrisiken. In diesem Beitrag gehe ich auf die sieben häufigsten Probleme ein, die ich bei WordPress-Audits entdecke, und erkläre, warum sie wichtig sind, wie du sie erkennst und was du tun kannst, um sie endgültig zu beheben.
1. Veralteter Kern, Themes und Plugins
Worum geht's?
WordPress braucht, wie jede Software, regelmäßige Updates. Aber auf den meisten Websites, die ich überprüfe, laufen veraltete Versionen von WordPress Core, Themes oder Plugins - oft sogar alle drei.
Warum das wichtig ist:
Updates sind nicht nur für neue Funktionen wichtig, sondern auch für die Sicherheit. Schwachstellen in alten Versionen sind ein Traum für Hacker, und Plugin-Entwickler stellen den Support für veraltete Versionen schnell ein.
Wie du sie erkennst:
Überprüfe dein WordPress Dashboard. Wenn du Update-Benachrichtigungen siehst, bist du im Rückstand.
Was zu tun ist:
Aktualisiere Core, Themes und Plugins regelmäßig. Mach aber immer zuerst ein Backup deiner Website - manchmal können Updates die Kompatibilität mit benutzerdefinierten Funktionen oder älteren Plugins beeinträchtigen. Wenn du dir unsicher bist, lass deine Einstellungen von einem professionellen Support überprüfen, bevor du auf "Alles aktualisieren" klickst.
2. Schlechte Website-Leistung (langsame Ladezeiten)
Worum geht's?
Eine langsame Website ist nicht nur ärgerlich für deine Besucher, sondern beeinträchtigt auch deine Suchmaschinenoptimierung, erhöht die Absprungraten und kostet dich Umsatz. Die meisten Leistungsprobleme entstehen durch:
- Übergroße Bilder
- Aufgeblähte Themes mit unnötigen Funktionen
- Zu viele Plugins
- Schlechte Wahl des Hostings
Warum das wichtig ist:
Die Menschen (und Google) erwarten schnelle Websites. Wenn deine Homepage länger als drei Sekunden braucht, um zu laden, verlassen die meisten Nutzer die Seite, bevor sie deinen Inhalt sehen.
Wie du sie erkennst:
Nutze kostenlose Tools wie Google PageSpeed Insights oder GTmetrix. Achte auf "rote" Punkte, langsame "Zeit bis zum ersten Byte (TTFB)oder Wasserfalldiagramme, die zeigen, wie eine Ressource nach der anderen geladen wird.
Was zu tun ist:
Komprimiere Bilder, optimiere deine Plugins und überlege dir, zu einem leistungsfähigeren Hoster zu wechseln. Manchmal sind es nur kleine Optimierungen, die einen großen Unterschied machen.
3. Sicherheitslücken
Worum geht's?
WordPress ist aufgrund seiner Beliebtheit ein großes Ziel für Hacker. Sicherheitslücken tauchen in vielen Audits auf - schwache Passwörter, ungenutzte Admin-Konten, fehlende SSL-Zertifikate und Plugins mit bekannten Sicherheitslücken.
Warum das wichtig ist:
Ein einziger Verstoß kann Datenverlust, Vertrauensverlust und eine hohe Rechnung für die Bereinigung bedeuten. Auch wenn du ein kleines Unternehmen bist, bist du nicht "zu klein, um gehackt zu werden".
Wie du sie erkennst:
Achte auf Warnzeichen:
- Ist deine Admin-Login-Seite immer noch auf
/wp-admin? - Hast du Benutzer mit "admin" als Benutzernamen?
- Fehlt auf deiner Website das Vorhängeschloss (HTTPS) in den Browsern?
- Gibt es Plugins oder Themes, die du nicht mehr verwendest?
Was zu tun ist:
Setze starke Passwörter durch, verwende eine Zwei-Faktor-Authentifizierung, lösche ungenutzte Konten, installiere ein Sicherheits-Plugin und immer HTTPS verwenden.
4. Defekte Links und Weiterleitungen
Worum geht's?
Wenn deine Website wächst und sich verändert, werden Seiten gelöscht, URLs geändert und Inhalte verschoben. Aber diese alten Links bleiben bestehen - auf deiner Website, im Google-Index und auf anderen Websites.
Warum das wichtig ist:
Kaputte Links schaden der Benutzerfreundlichkeit, schaden deiner Suchmaschinenoptimierung und können zu verlorenen Leads oder Verkäufen führen.
Wie du sie erkennst:
Verwende Tools wie Broken Link Checker oder ein externes Audit-Tool. Überprüfe deine Google Search Console auf 404-Fehler.
Was zu tun ist:
Repariere oder leite defekte Links mit einem Plugin oder deinem .htaccess Datei. Richte richtige 301-Weiterleitungen für alle wichtigen Seiten ein, die du verschoben hast. Profis können diesen Prozess automatisieren und zukunftssicher machen.
5. Blinde Flecken der SEO
Worum geht's?
WordPress ist großartig für SEO - aber nur, wenn es richtig eingerichtet ist. Die meisten Audits zeigen einen oder mehrere der folgenden Punkte auf:
- Fehlende oder doppelte Meta-Titel/Beschreibungen
- Keine XML-Sitemap oder
robots.txt - Nicht optimierte Permalinks (z. B. "
?p=123" anstelle von "/services/") - Mangel an strukturierten Daten/Schema
- Kein Alt-Text bei Bildern
Warum das wichtig ist:
SEO ist nicht nur etwas für große Marken. Wenn deine Website nicht für Suchmaschinen eingerichtet ist, bist du für die Kunden, die nach dir suchen, unsichtbar.
Wie du sie erkennst:
Verwenden Sie Plugins wie SEOPress oder Rang Mathematik um deine SEO-Grundlagen zu überprüfen. Die Google Search Console zeigt dir auch kritische Punkte an.
Was zu tun ist:
Richte die richtigen SEO-Plugins ein, erstelle einzigartige Titel und Beschreibungen, verwende aussagekräftige Permalinks und füge immer Alt-Text hinzu. Ein Berater kann einen auf dein Unternehmen zugeschnittenen SEO-Fahrplan erstellen.
6. Schlechte mobile Erfahrung
Worum geht's?
Mehr als die Hälfte des gesamten Internetverkehrs kommt von mobilen Geräten, aber viele WordPress-Seiten sind immer noch nicht vollständig responsive. Häufige Probleme sind:
- Vorlagen, die auf dem Desktop gut aussehen, aber auf dem Handy nicht funktionieren
- Text und Schaltflächen, die zu klein zum Antippen sind
- Pop-ups und Schieberegler, die den gesamten Bildschirm blockieren
Warum das wichtig ist:
Google bevorzugt mobilfreundliche Websites in seinen Suchergebnissen. Noch wichtiger ist, dass deine Besucher die Seite verlassen, wenn sie sie auf ihren Handys nicht problemlos nutzen können.
Wie du sie erkennst:
Teste deine Website auf deinem eigenen Telefon (und bitte Freunde oder Kollegen, dasselbe zu tun). Verwende Sitechecker's Mobile-Friendly Test für einen schnellen Scan.
Was zu tun ist:
Verwende ein wirklich responsives Theme, vermeide Elemente mit fester Breite und teste jede neue Seite auf mehreren Geräten. Webentwicklungsprofis können dabei helfen, eine bestehende Website umzurüsten oder eine neue Seite zu erstellen, die überall glänzt.
7. Schwache Inhaltsstruktur und Handlungsaufrufe
Worum geht's?
Ein gutes Design ist nur wichtig, wenn dein Inhalt funktioniert. Viele Prüfungen zeigen, dass die Navigation verwirrend ist, Aufforderungen zum Handeln fehlen oder der Text keinen klaren Zweck hat.
Warum das wichtig ist:
Eine Website, die die Nutzer nicht anleitet, wird sie verlieren. Wenn deine Besucher nicht wissen, was du anbietest, warum du anders bist oder wie sie dich erreichen können, werden sie die Seite verlassen.
Wie du sie erkennst:
- Sind deine Menüs unübersichtlich oder unklar?
- Haben die Seiten klare Überschriften, die nur einem Zweck dienen?
- Sind die Aufforderungen zum Handeln (Schaltflächen, Formulare, Links) leicht zu finden?
Was zu tun ist:
Prüfe deinen Inhaltsfluss. Vereinfache die Navigation. Stelle sicher, dass jede Seite eine Hauptaktion hat. Web-Beratung ist von unschätzbarem Wert, wenn es darum geht, die User Journeys zu erfassen und die Konversionspfade zu optimieren.
Warum regelmäßige Audits wichtig sind
Du denkst vielleicht: "Das meiste davon haben wir bei der letzten Überarbeitung behoben". Aber die Wahrheit ist, dass Websites lebendig sind - Plugins werden veraltet, Inhalte verändern sich, SEO-Regeln ändern sich und neue Risiken tauchen ständig auf. Eine einmalige Prüfung ist hilfreich, eine regelmäßige Prüfung ist entscheidend.
Ein Profi WordPress-Audit geht es nicht nur darum, Kästchen anzukreuzen. Es geht darum, die versteckten Probleme zu finden, die die Leistung deiner Website beeinträchtigen, deine Sicherheit gefährden oder dein Wachstum blockieren. Und je früher du sie entdeckst, desto billiger und einfacher sind sie zu beheben.
Fazit: Nicht warten, bis es bricht
Wenn du im letzten Jahr keinen professionellen Blick auf deine WordPress-Website geworfen hast, ist es jetzt an der Zeit. Diese sieben Probleme sind die häufigsten - und nicht die einzigen. Betrachte einen Audit als Gesundheitscheck für dein digitales Unternehmen: eine kleine Investition, die große Kopfschmerzen, Umsatzeinbußen und nächtliche Notfälle verhindern kann.
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Deine Website ist zu wichtig, um sie dem Zufall zu überlassen - gib ihr die ♥️ und die Aufmerksamkeit, die sie verdient, und sie wird es dir jeden Tag zurückzahlen.



